{"id":1243,"date":"2018-06-12T15:20:18","date_gmt":"2018-06-12T15:20:18","guid":{"rendered":"http:\/\/clb-group.de\/?p=1243"},"modified":"2023-09-11T10:10:10","modified_gmt":"2023-09-11T10:10:10","slug":"stadtklang-auditiver-lebensraum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/clb-berlin.de\/en\/stadtklang-auditiver-lebensraum\/","title":{"rendered":"stadtklang"},"content":{"rendered":"<p>kuenstlerische forschung in der klangkunst<\/p>\n<p><strong>ein beitrag von SAM AUINGER zum verstaendnis und zu fragen der gestaltung auditiver qualitaeten in urbanen raeumen. <\/strong><\/p>\n<p>seit mehr als 25 jahren betreibe ich eine kuenstlerische forschung zu fragen der\u00a0auditiven qualitaeten in unseren urbanen lebensraeumen. dabei und daraus\u00a0enstehen installationen \/arbeiten im oeffentlichen raum, meist zusammen mit bruce\u00a0odland (O+A), sowie installationen im semi oeffentlichen raum ( galerien, kirchen,\u00a0gaerten,..) sowie spezifische, thematische kompositionen (A100) in zusammenarbeit\u00a0mit dem bassisiten und komponisten hannes strobl (TAMTAM).<\/p>\n<p>im laufe der jahre habe ich\/wir eine vielzahl von techniken und methoden entwickelt,\u00a0<strong>um orte\/raeume hoerend verstehen zu lernen<\/strong>. diese sind auch in meiner zeit als\u00a0leiter der experimentellen klanggestaltung im masterstudiengang sound studies der\u00a0udk\/berlin bei und mit meinen studentinnen zur anwendung gekommen und\u00a0weiterentwickelt worden. parallel dazu hat sich fuer mich ein immer breiterer\u00a0austausch und diskurs mit architekten und stadtplanern ergeben, die, wie auch in\u00a0den wissenschaften im allgemeinen, in der kuenstlerischen forschung eine neue\u00a0erkenntnis-ressource fuer ihre fragen und problemstellungen erkennen.<\/p>\n<p>2010, mit der berufung zum ersten bonner stadtklangkuenstler zum thema\u00a0klangkunst und stadtplanung und einer damit verbundenen sechsmonatigen\u00a0kuenstlerischen forschungszeit, sind materialien entstanden, die unter anderem zum\u00a0ende meiner bonner zeit zur <strong>hoer-orte-karte bonn<\/strong> fuehrten. eine art stadtplan zum\u00a0persoenlichen aufsuchen und erleben von ausgewaehlten orten und deren auditiven<br \/>\nqualitaeten.<\/p>\n<p>ihre rege verbreitung unter bewohnerinnen der stadt, stadtinteressierten und\u00a0touristen, gestuetzt auf eine grosse zweisprachige druckauflage und einer digitalen\u00a0smartphone-anwendung, erzeugt und unterstuetzt seither in bonn einen stetig\u00a0anwachsenden oeffentlichen stadtklang-diskurs.<\/p>\n<p><strong>warum stadtklang<\/strong> = auditiver lebensraum heute neu ins zentrum unserer\u00a0aufmerksamkeit rueckt, ist vielleicht einerseits darin begruendet, dass im hoersinn\u00a0auch der raumsinn liegt. dass das auditive wahrnehmen einer lebensumgebung\u00a0unsere emotionale bindung an diese wesentlich mitbestimmt und wir diese\u00a0atmosphaerische notwendigkeit vom real auditiven immer mehr in den real subjektiv\u00a0gestalteten medialen raum (smartphone) verschieben. und andererseits, dass die\u00a0auditive qualitaet eines urbanen raums auch immer eine konsequenz des designs im\u00a0architektonischen wie im staedteplanerischen ist&#8230; zufaellig oder gewollt.\u00a0jede stadt erzaehlt ihre auditive geschichte, so wie jeder raum spricht und ein\u00a0klangereignis faerbt. topografie, architektur, oekonomische und soziale struktur und\u00a0dynamik, all das laesst sich hoeren. wenn wir raus auf die strasse gehen, die stadt\u00a0durchwandern und ihr zuh\u00f6ren. dann hoeren wir unsere kultur. sie ist laut, ruhelos,\u00a0von verbrennungsmotoren-, strom und medienklaengen dominiert, und sie ist\u00a0verknuepft und vermischt in einem netz von infrastruktursystemen.\u00a0es geht um die frage, was unsere urbanen raeume, und die art und weise, wie wir\u00a0darin unsere sozialen und oekonomischen interaktionen organisieren, unseren\u00a0sinnen zu bieten haben&#8230;<\/p>\n<p>seit der renaissance haben wir in der europ\u00e4ischen kultur eine (visuelle) perspektive\u00a0entwickelt, eine sprache dafuer, wie wir mit bildern und unseren visuellen\u00a0eindruecken umgehen und sie kommunizieren. wir haben nichts vergleichbares\u00a0entwickelt fuer die welt des auditiven. es fehlt uns die sprache, um z.b. die\u00a0komplexe wellenform einer staedtischen klangumgebung zu beschreiben und auch\u00a0dafuer, was deren klaenge mit uns machen, wie wir durch sie einen raum, einen Ort,\u00a0eine situation erleben und empfinden&#8230;<\/p>\n<p>klaenge sind schallwellen, sind vibrationen. wir nehmen sie nicht nur mit dem ohr\u00a0wahr, es hoert der ganze koerper. denn unser koerper besteht aus vielen\u00a0hohlraeumen, die alle in ihren eigenen frequenzen resonieren. wir spueren einen\u00a0bass im bauch und einen hochfrequenten klang auf der schaedeldecke. es gelingt\u00a0uns vielleicht sehr gut das schneidende quietschen von busbremsen nicht mehr\u00a0bewusst hoerend wahrzunehmen. und sehr erfolgreich haben wir die faehigkeit\u00a0unseres gehirns perfektioniert, unerwuenschte klaenge wegzufiltern, sie nicht zu\u00a0hoeren. aber bei genauerer beobachtung stellen wir eine reaktion unseres koerpers\u00a0fest, ein verkrampfen.<\/p>\n<p><strong>architektur definiert die soundbox fuer uns und unsere klangereignisse&#8230;<\/strong><br \/>\njeder gebaute raum faerbt durch form und materialitaet ein klangereignis, im\u00a0reflektieren und resonieren, in seiner halligkeit oder daempfung&#8230;\u00a0jeder klang ist in seiner auditiven erlebbarkeit mit den architektonischen\u00a0eigenschaften seines ereignisraums verwoben.\u00a0stadtplanung definiert de facto auch die r\u00e4ume einer dynamischen klangausbreitung\u00a0und -mischung aller in der stadt moeglichen klangereignisse&#8230;\u00a0der schwerpunkt einer akustischer stadtplanung liegt im atmosphaerischen, im\u00a0moeglichen mix der vielen stimmen und in den rhythmischen strukturen von\u00a0groesseren urbanen raeumen.<\/p>\n<p>ein thema, das heute immer mehr ins \u00f6ffentliche bewusstsein r\u00fcckt, ist die\u00a0beziehung von <strong>stadt und laerm<\/strong>. es gibt bereits von fast allen staedten europas\u00a0laermkarten. und dass laerm, meist verkehrslaerm, ein problem ist, wird heute\u00a0niemand mehr bestreiten. unsere herkoemmliche herangehensweise im sinne einer\u00a0problemloesung gegen den laerm ist meist bauakustisch\/technischer natur, sie\u00a0beruft sich auf messbare werte und gesetzliche lautheitsgrenzen. die\u00a0durchfuehrbarkeit dieses vorgehens und seine begruendung beruht auf\u00a0problemeingrenzung und standardisierung der erfassbaren daten.\u00a0eine spuerbare allgemeine unzufriedenheit mit diesen ueblichen methoden, sowohl\u00a0bei problemloesern wie betroffenen, hat viele ursachen. die betroffenen fuehlen sich\u00a0als opfer und die problemloeser haben mit herkoemmlichen\u00a0laermverminderungstechniken und -verfahren wie schallschutzwaenden und\u00a0schallschutzfenstern nur begrenzt wirksame mittel. ihre staerksten waffen sind \u00a0geschwindigkeitsbegrenzung (tempo 30) und fluesterasphalt auf strassen im ringen\u00a0um die verminderung von dezibelzahlen. was hier sehr schnell klar wird ist, dass das\u00a0feld der beteiligten wissens- und fachgebiete zur effektiven loesung des\u00a0laermproblems weit ueber die experten f\u00fcr bauakustik, verkehrs- und stadplanung\u00a0hinausgeht. es geht um fragen der kommunikation, des designs, der aesthetik,\u00a0psychologie, soziologie, politik, oekonomie, etc., sowie um unser allgemeines\u00a0gesellschaftliches wahrnehmungsverstaendnis von urbanen lebensraeumen.\u00a0es scheint sich beim laerm um ein problem zu handeln, das durch eine breit\u00a0angelegte diskussion und ein verstehenlernen all seiner inneren\u00a0wirkungszusammenhaenge einen gewichtigen anteil am diskurs\u00a0gesamtgesellschaftlicher gegenwartsfragen einnehmen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>mich interessiert dieses thema im sinne des unerwuenscht hoerbaren, das je nach\u00a0auditiver situation und fragestellung zur wirkung kommen kann.\u00a0einmal kurz uebers wochenende nach paris fliegen, schnell etwas im internet\u00a0bestellen \u2013 das sind zwei allgegenwaertige verhalten und handlungen, die unsere\u00a0klangumgebung massiv mitgestalten. wer denkt beim eigenen fliegen an den\u00a0fluglaerm, wer an den lkw in der landschaft der das bestellte buch nach hause\u00a0bringt.<\/p>\n<p>es erleichtert, sich dem thema stadtklang zu naehern, wenn wir den begriff klang\u00a0von seiner traditionellen musikalischen und technischen definition befreien, und ihn\u00a0in diesem zusammenhang auf <strong>das wahrnehmbar hoerbare<\/strong> erweitern. denn eine<br \/>\ngenaue unterscheidung zwischen klang und geraeusch verkompliziert das thema nur\u00a0unnoetig, auch weil dessen unterscheidungsgrenzen sich je nach individueller\u00a0betrachtungsweise verschieben. um stadtklang kommunizierbar zu machen hilft es,\u00a0sich immer wieder die grundsaetzlichkeit der wechselwirkung von klangereignis,\u00a0raum und architektur fuers auditive bewusst zu machen und diese im eigenen\u00a0bewusst hoerenden erleben zu erfahren: ein sich darin ueben erzeugt ein anderes<br \/>\nhoeren.<\/p>\n<p>hier schafft auch klangkunst einen m\u00f6glichen zugang.\u00a0sound art oder klanginstallationen zeichnen sich durch einen expliziten bezug zum\u00a0raum aus. ja, klanginstallationen beziehen sich meist auf eine bestimmte lokalitaet\u00a0bzw. gestalten sie mit. ein expliziter bezug zum raum kann nur durch ein\u00a0verstaendnis fuer die akustischen wirkungszusammenhaenge von raum und\u00a0klangereignis entstehen. die gestaltung und bezugnahme auf eine bestimmte\u00a0lokalitaet\/ort hat das erkennen ihrer auditiven qualitaeten zur basis. der\u00a0kuenstlerische umgang mit klaengen verlangt noch dazu ein neues hoeren bzw. uebt\u00a0ein neues hoeren ein. hoeren wird zu einer bestimmten weise, an einem ort zu sein.\u00a0hoeren ist in der sound art nicht nur ein mittel, das kunstwerk wahrzunehmen,\u00a0sondern vielmehr geht es im kunstwerk meist zentral um das hoeren selbst.<\/p>\n<p>natuerlich hoert man immer schon, aber immer schon hoert man auch weg. vor\u00a0allem aber ist hoeren als kanal sprachlicher kommunikation und als\u00a0orientierungsorgan immer schon instrumentalisiert (Gernot B\u00f6hme).\u00a0es geht also bei diesem anderen hoeren nicht um unser alltaegliches wissendes und\u00a0orientierendes hoeren (\u201eja ich hoere einen zug\u201c). es geht um den klangverlauf, das\u00a0wahrnehmen vom anschwellen und abfallen des klangs, dem damit einhergehenden\u00a0besetzen und im abklingen das wieder freigeben der klangumgebung. wie fuehle ich\u00a0mich dabei, was fuer eine atmosphaere hat dieser ort&#8230; wie ist seine stimmung.<br \/>\nbei fortschreitender uebung in diesem anderen hoeren und dem sich dabei\u00a0bildenden klanggedaechtniss fuer (stadt)klang entwickeln wir ein qualitatives\u00a0klangbewusstsein. auch zusammenhaenge und wechselwirkungen von kraeften der\u00a0natur, z.b. tages- und jahreszeiten, auf die akustische wie auditive qualitaet eines\u00a0hoer-ortes werden uns bewusst. und das wichtigste, wir beginnen unser hoeren zu\u00a0verknuepfen mit unserer eigenen persoenlichen geschichte, der momentanen\u00a0stimmungslage. wir beginnen, unser hoeren als kulturell gestaltet zu verstehen und\u00a0zu empfinden. subjektive vorlieben spielen im verstehen und empfinden eines hoerorts\u00a0genau so eine rolle wie zeitgeistige wertvorstellungen.<\/p>\n<p>als einstieg und hilfe fuer bewusste persoenliche hoererfahrungen zum thema\u00a0stadtklang versteht sich die hoer-orte-karte. die auditiven qualitaeten aller hier\u00a0vorgestellten hoer-orte in bonn haben meist prototypischen charakter, d.h. diese\u00a0karte ist auch eine enladung, hoer-orte in anderen staedten zu entdecken. die in der\u00a0karte gesammelten hoer-orte beschreiben meist klar erkennbare akustische effekte\u00a0und klangliche phaenomene, die vor ort selbst wahrgenommen und erlebt werden\u00a0koennen.<\/p>\n<p>ein paar beispiele:<br \/>\n<strong>1. raumtakt:<\/strong> jede ampelschaltung taktet im anschwellen, fliessen und<br \/>\nwiederabschwellen des starken verkehrsklangs ihren urbanen ort.<br \/>\n<strong>2. klangmuster:<\/strong> ueberall, wo oeffentlicher raum architektonisch vertikal<br \/>\nstrukturiert ist, wo also z.b. verschiedene ebenen durch treppen<br \/>\nverbunden sind, ergeben sich klanglich-rhythmische muster in ihrer<br \/>\nnutzung. dies gilt auch fuer mit verschiedenen materialien und formen<br \/>\ngestaltete bodenbelaege auf offentlichen plaetzen.<br \/>\n<strong>3. symbolischer klangraum:<\/strong> der mittelalterliche innenhof mit kreuzgang im<br \/>\nbonner muenster ist ein ort der ruhe und kontemplation: faktisch wie<br \/>\nsymbolisch. die kl\u00e4nge der vom stein reflektierten schritte und des<br \/>\nkleinen wasserspiels in der mitte des innenhofes repraesentieren den<br \/>\ngrundklang des europaeischen mittelalters.<br \/>\n<strong>4. maskierung:<\/strong> der klang eines wasserspiels bietet zwei wichtige funktionen:<br \/>\nschutz und privatheit. sitzt man am beckenrand, fuehrt das (breitbandige)<br \/>\nstarke rauschen der wasserspender zu einer fast vollstaendigen<br \/>\nmaskierung der klangemissionen des vorbeifliessenden strassenverkehrs.<br \/>\nder gleiche rauschklang macht es aber auch moeglich, sich am<br \/>\nbeckenrand unter vielen mit jemanden privat zu unterhalten.<br \/>\n<strong>5. gangarten:<\/strong> in einer weitlaeufigen fussgaengerzone findet man immer wieder<br \/>\norte, an denen die schritte und gangarten der fussgaenger hoerend<br \/>\nerfahrbar werden. in der art, wie wir einen fuss vor den anderen setzen,<br \/>\nentsteht ein rhythmus und eine individualitaet, die sich fast<br \/>\nausschliesslich im verkehrsberuhigten oeffentlichen raum zeigen.<br \/>\n<strong>6. breite grenze:<\/strong> grosse staedtische verkehrsadern, mehrspurig, vermischt mit<br \/>\nschienenverkehr und sonstigen nahverkehrssystemen, funktionieren wie<br \/>\nbreite grenzen zwischen einem teil der stadt und dem anderen. nur bei<br \/>\ngeringem verkehrsaufkommen(z.b. nachts) sind sie hoerend<br \/>\nueberwindbar.<br \/>\n<strong>7. rhythmusbox.<\/strong> aus funktionalen gruenden sind bruecken technisch so gebaut,<br \/>\ndass sie flexible verbindungsstellen zwischen den fahrbahnteilen<br \/>\naufweisen. werden diese ueberfahren, entstehen rhythmische muster, die<br \/>\nsich im raum darunter wie ein eigenartiges trommelstueck anhoeren.<br \/>\n<strong>8. fernes rauschen.<\/strong> ein charakteristikum unserer grossen urbanen gruenanlagen<br \/>\nist, das sie aufgrund der sie querenden und umgebenden<br \/>\ninfrastruktursysteme meist auditiv mit einem fernen rauschen besetzt<br \/>\nsind.<br \/>\n<strong>9. klangeffekt:<\/strong> der grosse architektonische raum, der sich am linken rheinufer<br \/>\nunter der adenauerbruecke ausbreitet, ist ein wunderbarer und ergiebiger<br \/>\nort, um sich in eigenen experimenten , zb. durch klatschen, rufen oder<br \/>\nsingen mit der beziehung von klang und architektur zu beschaeftigen.<\/p>\n<p>die hier angfuehrten beispiele stellen mehr oder minder jeweils ein bestimmtes\u00a0akustisches phaenomen, eine bestimmte auditive qualitaet ins zentrum der\u00a0moeglichen persoenlichen erfahrung vor ort.<\/p>\n<p>ein wichtiger abschnitt der hoer-orte-karte widmet sich dem erleben einer\u00a0raumsequenz, einem moeglichen weg in der stadt. die auditive qualitaet eines\u00a0urbanen quartiers hat viel mit dem wechselspiel von ineinander uebergehender\u00a0akustisch differenzierbarer raeume zu tun. hier ist neben den unterscheidbaren\u00a0klangqualitaeten und stimmungen, ihren uebergaengen und schwellen, auch die\u00a0jeweilige tages- und jahreszeit, mit ihren unterschiedlich intensiven sozialen und\u00a0oekonomischen interaktionen, der bestimmende atmosphaerische faktor.<\/p>\n<p>waehrend meiner zeit in bonn habe ich mir die stadt erlaufen. das interessante am\u00a0zu-fuss-kennenlernen einer stadt ist, dass man den grossen wahrnehmbaren\u00a0urbanen raum nie verlaesst und die langsamkeit der fortbewegung grosse\u00a0aufmerksamkeit fuer sinnliche eindruecke ermoeglicht \u2013 ideale voraussetzungen, um\u00a0eine stadt hoerend zu entdecken.<\/p>\n<p>basierend auf all meinen erfahrungen in workshops, diskussionen und diversen\u00a0diskursen der letzten jahre, moechte ich die einladung aussprechen, <strong>sich hoerend\u00a0<\/strong><strong>mit staedtischer umwelt, unserem lebensraum auseinanderzusetzen<\/strong>. und eine praxis\u00a0dafuer zu entwickeln, um mit persoenlicher erfahrung am notwendigen breiten\u00a0gesellschaftsdiskurs zum thema stadtklang\/auditiver lebensraum teilzunehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>kuenstlerische forschung in der klangkunst ein beitrag von SAM AUINGER zum verstaendnis und zu fragen der gestaltung auditiver qualitaeten in urbanen 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